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Ausflüge

Besuch des Bremer UNIVERSUM am 25.5.2013

UNIVERSUM

8 Leute

Besuch der Rempliner Sternwarte am 1.8.2009

Remplin 2009

Auf Einladung von Herrn Dietmar Fürst, Pädagogischer Leiter der Archenhold-Sternwarte Berlin, besuchten zahlreiche Mitglieder des Astronomischen Vereins Rostock e. V. die größtenteils bereits rekonstruierte Rempliner Sternwarte zwischen Teterow und Malchin.

Vom Treffpunkt „Sternwarte Rostock“ aus machten sich 13 Sternfreunde auf den Weg nach Remplin. Dort wurden sie von Herrn Fürst und weiteren Mitgliedern des Fördervereines der Sternwarte Remplin e.V. bei herrlichem Sonnenschein unter strahlend blauem Himmel herzlich begrüßt.

Die Sternwarte Remplin gilt als die älteste erhaltene Sternwarte Mecklenburgs, die im Jahre 1793 von Friedrich II. von Hahn errichtet und bis 1805 als Observatorium genutzt wurde.

Herr Fürst berichtete über den Stand des inzwischen fast 30 Jahre dauernden Wiederaufbaus der während des 2. Weltkrieges fast völlig zerstörten Sternwarte. So steht als nächstes die Herstellung und der Anbau der originalgetreuen gusseisernen Zugangstreppe an, die zu DDR-Zeiten schrittweise von „Materialräubern“ demontiert wurde und die nunmehr mit umfangreichen Fördermitteln und Spenden finanziert und wiederaufgebaut wird.

Das Projekt „Wiederaufbau“ zeichnet sich insbesondere durch das enorme persönliche Engagement und die schier unerschütterliche Ausdauer der Mitglieder des Fördervereins aus. Was vor 30 Jahren als Abenteuer-Jugendcamp mit Spurensuche und Nachforschungen begann, zeigt bereits heute beeindruckende Früchte. Das 4-etagige Bauwerk liegt idyllisch an drei sich kreuzenden Wasserkanälen in malerischer Umgebung gelegen und wird von einer weiträumigen Parkanlage umgeben. Bereits von der Hauptstraße aus ist der schmucke und impulsante Turmbau im weißen Dekor mit Säulengang in der 3. Etage gut sichtbar und ein anziehender Blickfang.

Das Inne des unter Denkmalschutz stehenden und noch im Bau befindlichen Gebäudes ist derzeit allein über eine Bautreppe zu erreichen und nur zu besonderen Anlässen zugänglich. Dank der Einladung von Herrn Fürst konnten wir unter seiner Führung das Turminnere erkunden und gelangen bis hinauf zu der hölzernen Kuppel, die laut Aussage von Herrn Fürst wohl die einzige Sternwartenkuppel in Deutschland sein dürfte, der eine behördlich gesondert genehmigte Statik zugrunde liegt. Die einzigartige, kostspielige Holzkonstruktion ist ebenfalls eine originalgetreue Nachbildung und bildet das krönende Dach der Traditionssternwarte.

Die Restauration der Sternwarte wird nach Aussage von Herrn Fürst noch einige Jahre in Anspruch nehmen, an deren Ende ein einsatzbereites mittelgroßes Amateurteleskop seinen Beobachtungsdienst unter der Holzkuppe aufnehmen soll.

Nach dem ca. zweistündigen Besuch ging es anschließend in das nahe gelegene Basedow zum Mittagsimbiss und zur Schlossbesichtigung. Ein kleine Gruppe nahm noch an einer Führung durch das Schloss teil, bevor auch sie die Heimreise nach dem hochinteressanten und eindrucksvollen Tagesausflug antrat.

An dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank an Herrn Fürst für die Einladung und die tolle Führung vor Ort. Der Astronomische Verein Rostock e. V. wird das Projekt interessiert weiter verfolgen und freut sich sehr über diese astronomische Attraktion und kulturhistorische Sehenswürdigkeit im Herzen von Mecklenburg.

- Henning Schmidt -

Ausflug des Vereins zum Hamburger Planetarium - Reisebericht in 3 Teilen

Teil 1 - Anreise und Show "In die Tiefen des Universums"
Teil 2 - Erlebnis 3D Multimediashow
Teil 3 - "Sterne der Pharaonen" und Rückreise

Vereinsausflug für Mitglieder zum Hamburger Planetarium

 

Besuch beim IAP

Sonnabend, 13.11.2004 Besuch beim IAP in Kühlungsborn für Mitglieder der Astronomischen Vereins Rostock.

Besuchsbeginn: 14 Uhr
Dauer: ca. 2h
Besuchsende: ca. 16 Uhr

Anfahrt in eigener Regie.

Programmablauf etwa so:
- Einleitung / Einführung in die Aufgaben des IAP
- Diskussion
- vermutlich Aufteilung in zwei Gruppen
- Laserinstrumente
- Raketenexperimente
- vermutlich Besuch Antennenfeld (OSWIN), je nach Interessenlage

(Eine kurzfristige Absage bleibt weiterhin nicht ausgeschlossen!)

Nach dem Institutsbesuch ist zum Kennenlernen ein Besuch an der Sternwarte Rostock
mit den teilnehmenden Mitgliedern des Arbeitskreis Sternfreunde Lübeck angedacht.

Hier gibt es kein festes Programm, kleine Planetariumssitzung und zwanglos nach
Interessenlage

Die Organisation liegt in den Händen von Olaf SQUARRA.

 

Fahrt zur Archenhold-Sternwarte

Sternwarten und Planetarien

Unter dieser Überschrift stand ein Bildungsausflug des Astronomischen Vereins Rostock e.V. in die alte und neue Hauptstadt Berlin am Sonnabend, dem 24. Mai 2003.

Ziel war die größte und älteste Volkssternwarte Deutschlands die Archenhold-Sternwarte im Treptower Park mit dem zugehörigen Zeiss-Großplanetarium Berlin im Stadtbezirk Prenzlauer Berg. Beide sind seit dem 1. Juli 2002 Teil der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin.

Für die vorbestellte Führung konnten wir uns wohl kaum einen kompetenteren astronomischen Fachmann als den Pädagogischen Leiter, Dietmar Fürst, wünschen.

Dem Inspizieren des riesigen Linsenfernrohres ging eine interessante Einführung in die Geschichte der Sternwarte voraus, und das Wetter sollte uns noch eine Sonnenbeobachtung der besonderen Art im Sonnenphysikalischen Kabinett erlauben.

Das große Fernrohr der Archenhold-Sternwarte ist das längste Linsenfernrohr der Erde mit einer Rohrlänge von 21 m und einem Objektivdurchmesser von 68 cm. Das im Bild zu sehende Rohr größeren Durchmessers, ist nur das äußere Schutzruhr, dass den Tubus vor Wetter schützt. Die bewegliche Gesamtmasse des Fernrohres beträgt mächtige 130 Tonnen. Es hat eine Vergrößerung von 210-fach, weswegen es für die Mond- und Planetenbeobachtung besonders geeignet ist. Diese sind allerdings wegen fehlender Teilkreise recht schwer einzustellen.

Die Archenhold-Sternwarte wurde 1896 von Friedrich Simon Archenhold (Bild links) gegründet.

Wahrzeichen der Sternwarte ist das riesige Fernrohr. Ursprünglich war es nur als Ausstellungsstück auf der Berliner Gewerbeausstellung 1896 gedacht - blieb dann aber dauerhaft stehen. Neben dem Riesenfernrohr verfügt die Sternwarte über ein Zeiss-Kleinplanetarium KP II und mehrere moderne Teleskope, deren Spiegel aufgrund der aggressiven Berliner Luft alle 2 Jahre neu belegt werden müssen, wie wir bei der Besichtigung des 500 mm Cassegrain-Teleskops mit offenem Gittertubus auf der beeindruckenden ZEISS VII-Montierung erfuhren.

Die im 2. Weltkrieg beschädigte und danach wiederaufgebaute Sternwarte wurde inzwischen ganz neu saniert. Ein Seitenflügel war von einem britischen Bomberpiloten, der das Fernrohr für ein großes Eisenbahngeschütz hielt, völlig zerstört worden. Sogar die Optik hat durch Hiebe von Bajonetten und Gewehrkolben gelitten. Die Schadstellen konnten aber durch Ausschwärzen „unsichtbar“ gemacht werden, was in der langen Brennweite des Refraktors begründet liegt. Alle beweglichen Ausrüstungen der Sternwarte, nur das schwere Teleskop hielt stand, wurden nach dem Krieg von der Besatzungsmacht abtransportiert, dabei stellte die umfangreiche Bibliothek den größten Verlust dar. Diese ist durch Diebstahl und Brand auch in Russland zum Leidwesen der MItarbeiter der Sternwarte nicht mehr erhalten.

Auch die Ausstellungsräume der Sternwarte werden mit viel Fleiß Stück für Stück neu gestaltet. Wer z.B. den neunt größten Eisenmeteoriten
(Bild links unten) der Erde noch nicht gesehen hat, sollte sich hier ruhig einmal umschauen, es gibt noch sehr viel mehr an Interessantem aus der Astronomie zu sehen.

Wie schon erwähnt spielte das Wetter mit und wir konnten im auf dem Freigelände der Sternwarte gelegenen Sonnenphysikalischen Kabinett die Sonne auf verschiedenste Weise beobachten.

Ein Jensch-Coelostat fängt dort das Licht der Sonne ein und lenkt es in ein Gebäude. Dabei fällt das Licht durch ein feststehendes, liegendes Fernrohr.

Auf einer Leinwand im Sonnenphysikalischen Kabinett sieht man dann ein etwa 80 cm großes Sonnenbild. Darauf sind die Sonnenflecke, die Randverdunklung und Fackelgebiete deutlich zu erkennen.

Über vier 60°-Prismen kann das Sonnenlicht in seine Spektralfarben zerlegt werden.

Mit einem zwischengeschalteten Spektrografenspalt, kann man auch hunderte der Frauenhoferschen Linien im Spektrum sehen.

Etwas Besonderes ist der schmalbandige H-alpha-Filter. Mit diesem lassen sich die gewaltigen Protuberanzen und sonstige aktive Zonen auf der Sonne beobachten.

Dem späteren Nachmittag war dann eine Veranstaltung zur Entstehung der Sternbilder im Zeiss-Großplanetarium vorbehalten.

Das Großplanetarium wurde 1987 anlässlich der 750-Jahr-Feiern Berlins eröffnet. Der Besucheransturm mit 300.000 Besuchern jährlich war riesig. Heute muss man sich mit einem Drittel der Besucherzahlen von Damals begnügen. Als Gast kommt man in ein geräumiges Foyer, in dem wechselnde Ausstellungen gezeigt werden. Im Foyer befinden sich auch ein Café sowie ein Kino.

Der Zugang zum Planetariumssaal führt durch den Treppenturm.

Der Planetariumssaal hat außer dem Sternprojektor noch umfangreiche technische Einrichtungen zu bieten, die mit interessanten Effekten die Veranstaltungen zu einem ganz besonderem Erlebnis werden lassen.

Die Kuppel mit einem Außendurchmesser von 30 m und einem Innendurchmesser von 23 m misst innen am höchsten Punkt 14,5 m über dem Saalfußboden.

Der Planetariumsprojektor „COSMORAMA“ wurde vom damaligen VEB Carl Zeiss Jena hergestellt und hat Projektorkugeln für die nördliche und die südliche Halbkugel. Alles wird von Computern gesteuert.

Unterstützt werden die Sternvorführungen von peripheren Projektoren wie Blue-Sky-Projektoren, 6x6-Panoramaprojektoren und Effektprojektoren, die auch einen Spaceshuttle-Start zeigen können. Insgesamt sind im Großplanetarium über 120 Projektoren im Einsatz.

Weiterhin gibt es die Multivisionsanlage, die Ton- und Videotechnik, die Hubtechnik, die Laseranlage, das Effektkarussell und ein Sonnenteleskop, was sich in einem separaten Turm befindet.

Wer mehr über die Archenhold-Sternwarte und das Zeiss-Großplanetarium erfahren möchte, kann im Internet unter

http://home.snafu.de/astw

alles ausführlich nachlesen.

Mindestens eine Veranstaltung mit all dieser beeindruckenden Technik sollte man einmal gesehen haben. Natürlich kommt nicht zu jeder Vorführung die gesamte Technik zum Einsatz.

Für uns, die Insider von der Rostocker Sternwarte, war dennoch das Drumherum mit den Gesprächen und der zu besichtigenden Technik interessanter als der Vortrag selbst, den man aber trotzdem sehr empfehlen kann.

Interessant auch, wie sich die Probleme bei der Unterhaltung von Sternwarte und Planetarium, wenn auch um eine Größenordnung verschoben, in Berlin und Rostock gleichen.

Alles in allem ein sehr schöner Ausflug, bei dem auch Essen, Trinken und angeregte Gespräche in gemütlicher Runde bei bestem Wetter und original Berliner Atmosphäre nicht zu kurz kamen.

Weil ja bekanntlich Bilder mehr als tausend Worte sagen, kann an dieser Stelle der Bericht mit einem besonderen Dank an die beiden Organisatoren und Fahrer Sternfreund Lietzow und Sternfreund Dr. Koy enden.

-gk-

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