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Atmosphärische Phänomene


Leuchtende Nachtwolken

Leuchtende Nachtwolken
Die im Foto zu sehenden leuchtenden Nachtwolken (NLC) sind natürlich nicht die einzigen interessanten Erscheinungen in unserer Erdatmosphäre. Welche es noch gibt, und wie man sie beobachtet, wollen wir Ihnen auf dieser Seite nach und nach und natürlich mit Fotos zeigen. Viel Interessantes zu diesem Thema finden Sie auf der Homepage von Olaf SQUARRA.
Foto: Olaf Squarra, 3sky.de  

Leuchtende Nachtwolken

Leuchtende Nachtwolken
11.07.2015, 0:20 Uhr MESZ,
Kamera: Canon 700D; ISO 100, Bel. Zeit: 13 sek;
Objektiv: Canon EF-S 18-55mm BW: 55mm, Blende 5,6
Foto: Rainer Wolf  

Leuchtende Nachtwolken

Leuchtende Nachtwolken
11.07.2015, 0:15 Uhr MESZ,
Kamera: Canon 700D; ISO 100, Bel. Zeit: 6 sek;
Objektiv: Canon EF-S 18-55mm BW: 27mm, Blende 5,6
Foto: Rainer Wolf  

Leuchtende Nachtwolken

Leuchtende Nachtwolken
11.07.2015, 0:11 Uhr MESZ,
Kamera: Canon 700D; ISO 100, Bel. Zeit: 6 sek;
Objektiv: Canon EF-S 18-55mm BW: 18mm, Blende 5,6
Foto: Rainer Wolf  

Polarlichter / Aurora Borealis

Polarlichter
Von der Sonne erreichen uns fortwährend elektrisch geladene Partikel ("Sonnenwind"). Das Erdmagnetfeld wirkt davor aber in der Regel schützend ("Magnetosphäre"). Besonders bei schweren und erdgerichteten Ausbrüchen auf der Sonne kommt es vor, dass bei uns ein Teilchensturm einsetzt. Dann gelangen auch viele Partikel in die Ionosphäre der Erde. Dort kommt es zu Wechselwirkungen mit den vorhandenen Atomen und Molekülen (im wesentlichen Sauerstoff und Stickstoff), wodurch sich manchmal diese phantastischen Leuchterscheinungen auch in Deutschland (oder sogar bis Äquatornähe) zeigen. Der Sonnenwind steuert die Vorgänge, welche zum Zerfall der Magnetosphärenteilchen führen.
Markantes Polarlicht mitten im bekannten Sternbild "Großer Wagen" - die Beobachtung erfolgte von (Nord-) Deutschland! Von Westen her (links), ziehen bereits wieder Wolken auf. Weitere Beobachtungen aus Deutschland (und Finnland) mit Beschreibungen, sowie weiterführende Internetlinks zu Polarlichtvorhersagen und "Weltraumwetter" finden Sie auf der Homepage von Olaf SQUARRA.
Foto: Olaf Squarra, 3sky.de  

Haloerscheinungen

Haloerscheinungen
"Halo" bedeutet "Ring" und stammt aus dem Griechischen. Die Formen am Himmel sind jedoch vielfältiger. Sie entstehen durch Brechung und / oder Spiegelung des Sonnen- oder Mondlichtes an Eiskristallen in unserer Atmosphäre. Die Kristalle verdanken wir in der Regel hoher Bewölkung. Es sind die Schleier- oder Cirruswolken, in unseren Breiten im Eiswolkenniveau von etwa 7-12km Höhe, in denen die Kristalle in sechskantiger Plättchen- oder Säulenform vorkommen.
Foto: Frank Hakendahl  
Haloerscheinungen
Möglichst viele gleichgeartete Kristalle sind notwendig, um ein Halo deutlich in Erscheinung treten zu lassen (unter Umständen recht farbintensiv!). Halos sind gar nicht so selten - jedoch von "Otto- Normal-Bürger" nur selten erfasst bzw. als solche erkannt. Sicher deshalb, weil sie oft nicht so pektakulär, sprich eher lichtschwach auftreten. Oder am Tage stört das grelle Sonnenlicht, denn instinktiv wird es ja vermieden das Himmelsareal um die Sonne herum anzuvisieren (Erblindungsgefahr!). Relativ oft sind der 22°-Ring und Nebensonnen aufzuspüren (22° ist der Radius des Rings / Abstand von der Sonne bzw. dem Mond - waagerecht auf Sonnenhöhe können sich etwa hier die Nebensonnen anschließen). Je nach Bewölkung kann es natürlich der Fall sein, dass sich nur Teile des Rings oder nur eine Nebensonne ausgebildet haben. Das obige Bild einer markanten Nebensonne entstand am 25.02.1995 in Wittstock. Wer sich nun animiert fühlt, doch einmal auf "Halojagd" zu gehen, sollte sich Tage mit hoher und dünner, gleichartiger Schleierbewölkung aussuchen. Weiterhin sollte beim Absuchen des Himmels mit einer Hand die Sonne abgedeckt werden oder man läßt die Sonne z.B. hinter Häuserkanten oder Bäumen verschwinden.
Viel mehr Details zu Haloformen und deren Auftreten finden Sie beim Arbeitskreis Meteore e.V. (AKM) auf deren Internetseite meteoros.de. Dorthin können Sie sich auch wenden, wenn Sie Zeit und Lust verspüren, sich an eine kontinuierliche Beobachtung und Aufzeichnung heranzuwagen. Diese werden vom AKM ausgewertet. Also wachsame Augen, wünscht Olaf SQUARRA!
Foto: Olaf Squarra, 3sky.de  

Atmosphärische Phänomene

Beobachtungstipps

Die leuchtenden Nachtwolken befinden sich in einer Höhe von ca. 83 km und werden daher auch nachts von der Sonne angeleuchtet (in der Regel in den Zeiten, wenn die Sonne mindestens 5 und nicht tiefer als 16 Grad unter dem Horizont steht). Da man noch nicht genau weiß, wie in diese Höhe die wohl verantwortlichen, reflektierenden Eispartikel gelangen, ist die Beobachtung dieses Phänomens auch für die Forschung sehr interessant. Leuchtende Nachtwolken kann man von Mai bis August am Nordhimmel beobachten. Sie treten in unseren Breiten meist sehr horizontnah und nur selten höher als 25 Grad über dem Horizont in Erscheinung.

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