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NNN, 27.03.2017

Astronomietag 2017

NNN, 09.04.2016

Vereinsporträt

50 Jahre Astronomische Station "Tycho Brahe"

Blitz, 30.08.2015

50 Jahre

50 Jahre

50 Jahre

OZ, 21.03.2015

Sonnenfinsternis am 20. März 2015

OZ, 16.03.2015

Ehrenamtsmesse am 15. März 2015

NNN, 08.11.2014

Planetenwanderweg

Blitz, 13.04.2014

Fernrohreinbau

NNN, 11.04.2014

Fernrohreinbau
Fernrohreinbau

Ostsee-Zeitung, 11.04.2014

Fernrohreinbau

Das-ist-Rostock.de, 10.04.2014

Fernrohreinbau
Enrico Müller (links) und Marko Frohne von der Spezialfirma "4H Jena Engineering" dirigierten ihren Kranführer per Funk, so dass die drei Teile des Refraktors genau unter der Kuppel der Sternwarte montiert werden konnten. Foto: Frank Schlößer

10.04.2014 | West | Stadtleben > Bildung > Der Refraktor ist zurück

Analoges Sternegucken

Für Marko Frohne und Enrico Müller war es Routine, für den Sternwarten-Verein im Nelkenweg ein Glücksmoment: Nach seiner Generalüberholung montierten die beiden Mitarbeiter der Firma "4-H-Jena Engineering" das Teleskop wieder auf dem Fundament unter der Kuppel der Sternwarte. 45 Jahre lang hatte der Coudé-Refraktor seinen Dienst getan, unzählige Rostocker Schüler hatten durch ihn einen Blick in die unendliche Weiten getan und Galaxien gesehen, die Lichtjahre von der Erde entfernt sind. Doch dann war das Fernrohr endgültig fällig: Ein Gutachten bestätigte, dass der Refraktor dringend eine Generalüberholung benötigte, das Amt für Schule und Sport löste den Auftrag aus und der "Besitzer" der Sternwarte, der Kommunale Eigenbetrieb der Hansestadt Rostock (KOE), stellte 49 000 Euro aus dem städtischen Haushalt zur Verfügung.  Im September 2013 wurde das Teleskop ausgebaut und nach Jena gebracht – zur Spezialfirma "4H Jena Engineering GmbH". Dort wurde der Refraktor von einem Spezialisten-Team in den vergangenen sieben Monaten von Grund auf saniert. Gelenke und Lager wurden erneuert oder überarbeitet, das Objektiv wurde vermessen, die Okulare gereinigt, die beiden Spiegel mit einer neuen Aluminium- und Schutzschicht versehen. Hier geht es zur Rostocker Sternwarte.

Eigentlich ist dieses Fernrohr jetzt auch eine Kamera: Die Apparatur der so genannten "Schmidt-Kamera" ermöglicht es, direkt aus der Optik des Refraktors heraus digitale Bilder zu fotografieren. Noch zwei Tage dauert die Feinjustierung des Coudé-Refraktors: Der Polarstern wird anvisiert und die Mitführung des Fernrohres so eingestellt, dass es die Erdumdrehung automatisch ausgleicht. Neben seinem Einsatz bei Sternführungen wird der Coudè-Refraktor mit seinem scharfen, kontrastreichen Bild vor allem zur Beobachtung von Sonne, Mond und Planeten eingesetzt. Die Bauart, durch die das Okular fest an einem Ort bleibt, macht ihn zum idealen Sternwarten-Teleskop. Auch im digitalen Zeitalter und den im Internet überall verfügbaren Bildern verschiedener Sternhaufen wird der Besuch in der Sternwarte und der analoge Blick durch den Refraktor auf den Mond seinen besonderen Reiz haben.
PM / Frank Schlößer

KOE, 11.04.2014

Fernrohreinbau

MVPO, 11.04.2014

Fernrohreinbau

Städtischer Anzeiger, 10.10.2013

Schukowski

Ostsee-Zeitung, 27.09.2013

Schukowski

Norddeutsche Neueste Nachrichten, 27.09.2013

Schukowski

Verein des Jahres 2012

Ostsee-Zeitung, 24.09.2012

3.MTT

Norddeutsche Neueste Nachrichten, 03.09.2012

Astronomiestunde

Ostsee-Zeitung, 26.03.2012

Warnow-Kurier

Warnow-Kurier, 24.03.2012

Warnow-Kurier

Blitz am Sonntag, 18.03.2012

Blitz

EINFACH NACH DEN STERNEN GREIFEN

0381-Magazin, Nov 2010

www.0381-magazin.de/rostock/magazin/show/id/729

Wissenserweiternd und romantisch schön ist ein Besuch in einem Observatorium. Ja, in unserer Stadt Rostock gibt es dazu die ideale Einrichtung. Nicht nur für Romantiker, sondern auch für Schüler. Die Sternwarte Rostock, wir stellen sie euch vor.

Im Nelkenweg 6, mit direktem Anschluss an die Buslinie 28, findet man ein kleines Schätzchen der Hansestadt Rostock. Als schulische Einrichtung, aber auch als offenes Haus für Interessierte, befindet sich dort die Sternwarte Rostock. Ausgestattet mit einem Schulungsraum, einem beeindruckenden Planetarium, eine Beobachtungskuppel und zukünftig auch einem Planetengarten. Liebevoll betreut von unter anderem Bernd Lietzow.

0381: Herr Lietzow, wie viel Astronomie und die Erkundung des Sternenhimmels steckt denn eigentlich in Rostock?

BL: Was in den einzelnen Köpfen der Rostocker da ist, können wir nicht beurteilen. Aber als Sternwarte sind wir in erster Linie für diejenigen da, die was lernen wollen. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es noch Astronomie als ein eigenständiges Unterrichtsfach. Und für die sind wir da. Wir sind hier in der Lage den Sternenhimmel näher zu erklären, was Lehrer in der Schule nicht können. Dafür haben wir auch hier 3 Lehrer, die den Schülern, nach Anmeldung, das Thema ausführlicher erläutern können.

0381: Was ist der Unterschied zwischen einer Sternwarte und einem Planetarium?

BL: Eine Sternwarte kann sich eigentlich jeder selbst einrichten. Das ist ein Ort an dem man Sterne beobachten kann. Eine Sternwarte hat ein Teleskop mit der Himmel abgesucht werden kann. Bei Bedarf haben wir sogar kleine transportable Teleskope. Dann muss nur das Wetter mitmachen. Bei bewölktem Himmel geht man ins Planetarium. Dort gibt es zwar keine echten Sterne am Himmel zu sehen, aber dank der Technik sieht der Raum aus wie eine klare Nacht.

0381: Die Sternwarte wird von der Stadt Rostock betrieben. Doch Ehrenamt spielt hier auch eine große Rolle im Arbeitsablauf.

BL: Das Ehrenamt gibt es seit 2002. Damals haben wir den "Astronomischen Verein Rostock" gegründet. Mit dem sind wir in der Lage die Arbeit der 3 Lehrer zu unterstützen. Die wir für den Besuch von Schulklassen einsetzen können. Es gibt aber auch viele Rostocker und Urlauber, die mehr über das wissen wollen, was sie am Abend oder manchmal auch am Tage am Himmel sehen können. Für die haben wir ehrenamtliche Unterstützung, die einmal in der Woche (immer donnerstags) die Sternwarte für Vorträge öffnen. Die bieten auch außergewöhnliche Vorträge (1. Sonntag im Monat) an.

0381: An wen richtet sich genau Ihr Angebot?

BL: Zunächst können alle Schulklassen (1. bis 12. Klasse) hierher kommen. Durch die Unterstützung von der Stadtverwaltung Rostock ist ein Besuch der Sternwarte für Schüler kostenlos. Auch bei Studentengruppen sind wir mit unseren Angeboten beliebt. Die öffentlichen Vorträge werden gerne genutzt oder wir bieten unser Räumlichkeiten für kleine Familienfeiern an, aber auch Firmen und Vereine.

0381: Was sind die genauen Themen der Vorträge und sind diese wiederkehrend?

BL: Das ist unterschiedlich. Die Sonntagsvorträge beziehen sich natürlich auf den aktuellen Sternenhimmel. D.h. Jeder der uns dazu besucht bekommt einen kleinen Überblick über das was zur Zeit zu sehen ist. Und nebenbei gibt es spannende Themen, die sich dann ergeben. Eben aus der Situation heraus. Ein gutes Beispiel war gerade im Januar, als der Feuerball über Mecklenburg-Vorpommern zu sehen war. Daraus hat ein Kollege einen Vortrag erarbeitet. Dieser kann bei Bedarf wieder genutzt werden. Ich selber hab jetzt einen Vortag fertig über das Thema „Tycho Brahe“. Der wird auch nochmal als Sonntagsvortrag eingeplant oder auch das Thema „Mars“ und die damit verbundene die Raumfahrt wird in Zukunft mal näher thematisiert..

0381: Wie lange gibt es schon die Sternwarte Rostock?

BL: Wir haben im Oktober unser 45jähriges Jubiläum gefeiert. Das stimmt aber nicht so ganz, denn am 28.August 1965 ist die Sternwarte eingeweiht worden. Gebaut wurde sie auf Initiative von Lehrern. Damals war gerade das die Zeit der Astronomie. Die Menschen haben damals angefangen das Weltall zu erkunden. Das hat natürlich alle möglichen Menschen bewegt, auch Lehrer. Das Fach Astronomie erschien plötzlich auf der Stundentafel, aber es gab Nichts zum praktischen Lernen. Einer dieser Astronomielehrer, Günter Weinert, begann dann für eine Sternwarte zu werben. Letztendlich hat er den ersten Spatenstich gemacht und den Bau bis zum Ende begleitet. Er hat die Mittel eingeworben und hat nach Hilfe in der gesamten damaligen DDR gesucht und auch bekommen. Das hat circa 3 Jahre gedauert. Dann war sie fertig mit einer Kuppel (Durchmesser 6 Meter) und einem ZKP 1. Ein Projektor, der heute noch seine Dienste leistet. Und nochmal 3 Jahre später kam das große Teleskop mit einer Brennweite von 2,25 Meter. Danach ist die Sternwarte Rostock als richtiger Schulstandort mit einem staatlichen Leiter geführt worden. 1990 hat sich das mit er Schulreform gewandelt. Zwar mit vielen Diskussionen, aber die Sternwarte konnte als Schulstandort erhalten bleiben. Dafür können wir der Stadtverwaltung nur Danke sagen, dass sie sich so dafür bekannt hat.

0381: Nun sind wir aber gespannt. Wann gibt es wieder etwas Besonderes am Himmel zu sehen?

BL: Jeden Abend gibt es viel am Himmel zu entdecken. Derzeit erblickt man am frühen Abend einen hellen Stern, im Südosten, und viele Leute wenden sich dann an uns und fragen „Was ist das für ein großer heller Stern?“ - Irrtum, das ist der Planet Jupiter. Etwas Spektakuläres sollte es wieder Anfang Januar mit einer kleinen Sonnenfinsternis geben. Die Sonne soll dabei bis zu 80 Prozent verdeckt werden. Wir werden dann die Sternwarte dafür öffnen.

Vielen Dank für das Interview.

Weitere Infos zu Veranstaltungen findet ihr regelmäßig bei uns im Terminkalender.

Anne Roloff

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